Sonntag, 24. Juni 2012

Rundetårn


Der Runde Turm im Zentrum Kopenhagens wurde zwischen 1637 und 1642 von Christian IV. gebaut. Er erhebt sich zwar nur 34,8 m über der Straße, von oben hat man aber dennoch eine fulminante Sicht über die Stadt. Der Weg zur Aussichtsplattform ist 209 m lang und windet sich wie ein Schneckenhaus 7,5 Mai um das hohle Turminnere. 


Der Turm war der erste Teil eines Komplexes bestehend aus astronomischem Observatorium, einer Studentenkirche und einer Universitätsbibliothek. Auf halbem Weg zur Turmspitze trifft man auf Dänemarks erste große Universitätsbibliothek. Diese wurde 1657 gebaut und bot Platz für 10000 Bücher. 1861 wurde der Bibliothekssaal für die Buchsammlung zu klein und die Bibliothek zog in ein anderes Gebäude. Heute wird der schöne Bibliothekssaal für wechselnde Ausstellungen genutzt.
Der Runde Turm ist ferner auch Europas ältestes funktionierendes Observatorium. Der dänische Astronom Tycho Brahe hat sicherlich dazu beigetragen, dass der Turm 1642 als Universitätsobservatorium errichtet wurde. Bis 1861 wurde das Observatorium von Kopenhagens Universität genutzt. Im Turm kann man auch ein Planetarium sehen, ein dreidimensionales Modell des Sonnensystems, mit der Sonne im Zentrum, umrundet von den sechs inneren Planeten. 
Um den Transport der schweren astronomischen Geräte zu erleichtern, hat man sich für den Wendelgang entschieden. Zar Peter der Große soll wohl bei seinem Besuch 1716 in Kopenhagen den Runden Turm in einer vierspännigen Kutsche hinaufgeritten sein.

Links der Rathausturm und im Zentrum die Vor Frue Kirke


Im Hintergrund sieht man die Öresundbrücke und die Vor Frelsers Kirke.





Freitag, 22. Juni 2012

Fahrradkultur


Kopenhagens Straßen voll mit Fahrrädern, insbesondere jetzt im Sommer. Man trifft hier gefühlt  auf mehr Fahrräder als Menschen, da das Fahrrad das perfekte Fortbewegungsmittel in dieser überschaubaren Stadt ist. Ich habe den Stellenwert des Fahrrads erst gestern realisiert als ich einen Platten in meinem Hinterreifen hatte. Die Reparatur lohnt sich nicht für die wenigen verbleibenden Tage, insbesondere da es hier die nächsten Tage regnen wird. Anfangs stand ich dem Fahrradfahren noch sehr skeptisch gegenüber da das Wetter hier einfach nicht dafür gemacht ist. Nicht zu vergessen wohne ich auf der Insel Amager und es weht hier durchweg ein starker Wind.
Die wichtigsten Straßen Kopenhagens verfügen über einen separaten Radweg, der getrennt von der Fahrbahn ist. Laut Wikipedia ist der Anteil des Radverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen verglichen mit anderen europäischen Städten sehr hoch (36%). 2007 hat Kopenhagen von der Internationalen Radsport Union als erste Stadt überhaupt den Titel „Bike City“ erhalten.Selbst für Touristen ist es kein Problem Fahrrad zu fahren. Die sogenannten Bycykler (By=Stadt) sind in der Innenstadt gegen eine 20-Kronen-Münze ausleihbar, wie ein Einkaufswagen im Supermarkt.
Mit Fahrrädern kann man auch die Umwelt künstlerisch gestalten. Das beweisen die folgenden Bilder, die vor meinem Wohnheim entstanden sind. 



Dienstag, 19. Juni 2012

Rosenborg Slot


Im letzten Eintrag habe ich bereits den für König Christian IV. angelegten Lustgarten erwähnt. In diesem Garten wurde zwischen 1606 und 1635 ein Lustschloss erbaut. Dieses Renaissancegebäude (im holländischen Stil) erweckt die Assoziation an ein Märchenschloss und war die Lieblingsresidenz Christian IV. Bis in das 18. Jahrhundert hinein war Rosenborg Frühjahrs- und Herbstresidenz dänischer Könige. 



Seit 1838 dient das Schloss als Museum und beherbergt 24 prunkvolle Gemächer mit unzähligen Kunstobjekten aus dem Königshaus. Im Untergeschoss werden die schwer bewachten Kronjuwelen ausgestellt.

 Der Reichsapfel wurde 1648 in Hamburg für Frederik III. angefertigt und zählt zu den Kronjuwelen.

1668 gab Frederik III: den barocken Marmorsaal in Auftrag.
Zu sehen sind die berühmten niederländischen Gobelins vom Ende des 17. Jh. im Königsgemach Christian V. 
Dieser kunstvolle Kabinetttisch Christian IV. wurde 1580 in einer Augsburger Werkstatt angefertigt.
Im Rittersaal befinden sich die Throne. 1671-1840 diente der linke als Krönungssessel der dänischen Könige. Seine Seiten zieren Stoßzähne des Narwals. Rechts ist der 1731 aus Silber gefertigte Königsthron dänischer Königinnen zu sehen.

Rosenborg Slog gehört zu meinen liebsten Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen. Es hat mich verzaubert, da es von außen klein und überschaubar erscheint, im Innern aber nur so von Kostbarkeiten strotzt.



Sonntag, 17. Juni 2012

Dänemark gegen Deutschland


Zwei meiner Mentoren hatten mich heute zum Public Viewing für das Spiel Deutschland gegen Dänemark eingeladen. Wir verabredeten uns im Kongens Have (Königlicher Garten), einem Lustgarten im Zentrum Kopenhagens, den 1606 Christian IV. anlegen ließ. Auf dem Gelände befinden sich, der EM wegen, momentan zwei große Leinwände und unzählige Verkaufsstände. Hier haben mehr als 20 000 Fans Platz. Die Stimmung war am heutigen Sonntag ausgelassen, das Wetter war verhältnismäßig gut und das Spiel voller Spannung. Für mich war es ein wenig befremdlich nur unter Dänen zu sein und das Spiel auf Dänisch zu verfolgen. Auf deutsche Fans bin ich gar nicht gestoßen und als das Ergebnis feststand haben die Leute friedlich den Garten verlassen. 


Fußball ist eine der beliebtesten Sportarten in Dänemark. Die dänische Fußballnationalmannschaft nahm an mehreren Europameisterschaften teil und gewann beispielsweise 1992 in Schweden gegen Deutschland im Finale. Dänemarks größter Erfolg bei der Weltmeisterschaft war das Erreichen des Viertelfinales im Jahre 1998.

Freitag, 15. Juni 2012

CPH Photo Festival 2012


Noch bis Ende dieser Woche sind in ganz Kopenhagen, auf den Straßen als auch im Innern, Fotografien anzutreffen. Das Herzstück des Photo Festival 2012 ist jedoch das alte Gelände der Carlsberg Brauerei mit mehreren gesonderten Ausstellungen. Es ist schon beeindruckend in den Innenräumen der ehemaligen Carlsberg Brauerei, zwischen mächtigen kupfernen Gärungsbottichen, Fotografien zu bestaunen. Das Photo Festival ist erst 2010 gegründet worden mit dem Ziel dänische zeitgenössische Fotografie im urbanen Raum, in der Kunst und in Kultur der Öffentlichkeit zu präsentieren. Einen hohen Bekanntheitsgrad hat das Festival unter den Kopenhagenern noch nicht erlangt, aber das wird sich in Zukunft sicherlich ändern.