Freitag, 15. Juni 2012

CPH Photo Festival 2012


Noch bis Ende dieser Woche sind in ganz Kopenhagen, auf den Straßen als auch im Innern, Fotografien anzutreffen. Das Herzstück des Photo Festival 2012 ist jedoch das alte Gelände der Carlsberg Brauerei mit mehreren gesonderten Ausstellungen. Es ist schon beeindruckend in den Innenräumen der ehemaligen Carlsberg Brauerei, zwischen mächtigen kupfernen Gärungsbottichen, Fotografien zu bestaunen. Das Photo Festival ist erst 2010 gegründet worden mit dem Ziel dänische zeitgenössische Fotografie im urbanen Raum, in der Kunst und in Kultur der Öffentlichkeit zu präsentieren. Einen hohen Bekanntheitsgrad hat das Festival unter den Kopenhagenern noch nicht erlangt, aber das wird sich in Zukunft sicherlich ändern. 



Dienstag, 12. Juni 2012

Vor Frelsers Kirke


Die Erlöserkirche wurde zwischen 1682 und 1696 aus Sand- und Backstein errichtet und befindet sich in Christianshavn. Christian V., der erstgeborene absolute König, hatte die Aufgabe den Absolutismus durch herausragende Bauten zu festigen. Die Kirche war sein erstes Bauwerk, weshalb wir sein Monogramm an vielen Stellen im Inneren der Kirche fanden. 
 
Wie man auf dem Bild erkennen kann, windet sich um den 90 m hohen Turm eine Außentreppe mit 400 Stufen bis zur Spitze. Hier thront eine  3 m hohe, vergoldete Christusfigur auf einem Globus. Der Turm wurde jedoch erst 1752 von Laurids de Thurah angefügt. Die Legende besagt, dass er sich sich vom selben in den Tod gestürzt habe, als er feststellte, dass die Treppe nicht im Uhrzeigersinn, sondern gegenläufig verlief. Von der Kirchturmspitze hat man den genialsten Blick über die Stadt. Man kann von hier den Freistaat Christiania gut überblicken und sieht sogar mein Wohnheim. 

Keine Sorge, so kalt ist es hier nicht mehr! Der Aufstieg ist schon eine Weile her.




Sonntag, 10. Juni 2012

Louisiana - Museum of Modern Art


Louisiana ist Dänemarks meistbesuchtes Museum für moderne Kunst. Es befindet sich 35 km nördlich von Kopenhagen. Hier an der Steilküste Dänemarks verschmelzen Landschaft, Architektur und Kunstwerke. Der Name dieses Kunstmuseums ist auf den Vorbesitzer Alexander Brun zurückzuführen, der drei Frauen zum Altar führte, die allesamt Louise hießen.
Die Sammlung setzte nach dem Zweiten Weltkrieg ein, als dänische Künstler nach Paris gingen und mit Künstlern wie Alexander Calder oder Pablo Picasso in Kontakt kamen, deren Werke sich nun in Louisiana befinden. In Louisiana finden sich u.a. Werke der Pop-Art, vertreten durch Roy Lichtenstein, Andy Warhol und Robert Rauschenberg. Die 70er und 80er Jahre sind präsent durch Josef Beuys, Georg Baselitz und Anselm Kiefer. Louisiana veranstaltet außerdem Sonderausstellungen. Momentan ist es PINK CAVIAR, in der Werke gezeigt, die erst 2009-2011 in Louisianas Besitz gekommen sind, so z.B. die von Asger Jorn, Thomas Demand und Roni Horn. Wir haben den ganzen Tag in Lousiana verbracht. Es folgen ein paar Impressionen:  

 
 

Freitag, 8. Juni 2012

Letztes gemeinsames Dinner

Gestern Abend hatten wir unser letztes internationales Dinner. Wahrscheinlich war es auch das letzte Mal, dass meine vier Mentoren, Kristine und ich einen gemeinsamen Abend hatten. Diesmal ließ uns Kristine Einblick in die lettische Küche gewähren, die mir bis gestern noch ganz fremd war. 
Zur Vorspeise gab es eine kalte Suppe, die aus Joghurt, Buttermilch, Gurken, Eiern, Lauchzwiebeln, Petersilie, Dill und natürlich Roter Bete bestand, die der Suppe ihre unverwechselbare Farbe Pink verlieh. Die Hauptspeise bestand aus Bratkartoffeln, Pfifferlingen in Sahne und einem Salat. 
Zum Nachtisch gab es Debessmanna (auf Deutsch: Himmelspeise) bestehend aus pürierten Erdbeeren mit Weizengrieß und Blaubeeren. Wirklich himmlisch! 
Laut Kristine ist die Küche Lettlands wohl von der russischen, deutschen und polnischen beeinflusst und zu den Grundzutaten gehören Kartoffeln, Weizen, Zwiebel, Gurken, Eier, Pilze und Beeren. 

Alles in allem hatten wir einen geselligen letzten Abend und ich freue mich darauf, Kristine in Riga besuchen zu kommen um mehr von der lettischen Küche kennenzulernen.




Mittwoch, 6. Juni 2012

Danish Design


Dänisches Design findet sich in der Architektur, im Kunsthandwerk und in der Industriefertigung wieder. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte Dänemark mit der Produktion von Möbeln, Beleuchtung und anderen Einrichtungsgegenständen einen wirtschaftlichen Aufschwung. Dänisches Design zeichnet sich insbesondere durch seine Funktionalität aus, es ist schlicht, dennoch originell und von hoher Qualität. 

Das Danish Design Museum beherbergt Arbeiten von berühmten dänischen Designern wie Arne Jacobsen und Kaare Klint. Der Großteil der ausgestellten Stücke stammt aus dem 20. Jh., darunter Möbel, Keramik, Glas, Plakate, Mode und Textilien. 


Als wir gestern im Museum waren, konnten wir in den Genuss der Sonderausstellung „Rokoko-mania“ kommen. Zwischen bestickten Kleidern und Porzellan entdeckten wir unzählige Perücken, die man anprobieren konnte. Diesen Spaß ließen wir uns nicht nehmen. 




Das Kleid ist komplett aus Strohhalmen zusammengesetz!

Darüber hinaus befindet sich im Museum die größte Bibliothek für Design in Skandinavien.


Montag, 4. Juni 2012

Botanischer Garten

Der Botanische Garten, im Zentrum Kopenhagens gelegen, beherbergt alle wild blühenden Pflanzen Dänemarks und auch Grönlands. Sehenswert ist insbesondere das große Palmenhaus von 1874. Es herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit und Hitze im Inneren. Als wir eine Wendeltreppe nach oben nahmen (der Aussicht wegen) merkten wir mit jedem Schritt wie die Luft noch heißer und feuchter wurde. So feucht, dass es nicht möglich war Bilder zu machen, da das Objektiv beschlug :(



Zwischen Sukkulenten und Kakteen und herumschwirrenden Schemtterlingen entdeckte ich Stevia. Meine Assoziation an diesen Wundersüßstoff war sofort geweckt. Ich konnte nicht widerstehen, ein Blatt abzureißen und im Mund zu zerkauen. Ein wahre Süßbombe war das, kaum zu beschreiben, da die Süßkraft laut Focus 30-mal höher ist als die von Zucker. Stevia ist für Diabetiker geeignet, ist nicht kariogen und das Kauen der Blätter ist in Gegenden Südamerikas Teil der täglichen Zahnpflege. Erst letzten November wurde es durch die Europäische Kommission als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Nach meiner Begeisterung habe ich im Shop des Botanischen Gartens gefragt, ob sie Stevia verkaufen. Ja, für nur 35 DKK.



Samstag, 2. Juni 2012

Distortion

Distortion ist ein Festival in den Straßen Kopenhagens, das seit 1998 jährlich zum ersten Juniwochenende stattfindet. Es handelt sich um ein mobiles fünftägiges Musikfest, das jeden Tag in einem anderen Stadtteil ist.
Am Donnerstag war Distortion im Norden Kopenhagens und wir waren bei Tanja zu Gast geladen. Wir sind dann am späten Nachmittag in einer größeren Gruppe losgezogen um uns dem Flair hinzugeben. Da ich keinerlei Erwartungen hatte, war ich guter Laune, während die Eingeborenen über das Wetter nörgelten und hervorhoben, wie viel besser es doch letztes Jahr gewesen ist. Das Wetter war wirklich mies, Wind, Regen und gefühlte Temperatur unter zehn Grad. Die Straßen waren aber dennoch voll mit ausgelassenen Menschen, DJs, Bühnen, Budenbetreibern und Dosensammlern.

Distortion heißt so viel wie Verzerrung. Die Bezeichnung entstammt einem häufig verwendeten Soundeffekt im Bereich der Verstärkung von E-Gitarren. Meine Kamera hat ebenfalls einen Distortion-Modus ;)


Am Freitag war das Festival im westlichen Teil Kopenhagens. Dieser Tag war zugleich Kristines Geburtstag. Wir verbrachten zunächst Zeit in einem Café und sind danach auf die Straße. Obwohl wir diesmal noch wärmer gekleidet waren als am Tag zuvor, war es dennoch sehr kalt, stürmich und nass. Meine Kamera habe ich leider gar nicht rausholen können. Wegen Lärmbelästigung wechselte die Straßenfeier gegen 22 Uhr in die anliegenden Clubs, wo auch wir bis Mitternacht feierten.

Yummy! Erdbeertarte und Schokomuffins.